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(Stand 30. April 2017)

Die Suche nach dem Vater

Unsere Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Suche nach dem Vater und dessen Familie. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Rechtsansprüche wie zum Beispiel Unterhalt und alles weitere seit langem verjährt sind und demzufolge nicht mehr gestellt werden können.

 

1. Angaben zum Vater

2. Archivadressen

3. Weitere Informationen über den Vater

4. „Zhdi meja“ / "Жди меня"

5. Zu Ostpreußen

6. Ein genealogisches Forum

7. Weiteres zur Suche nach dem Vater

8. Informationen über Vermisste

 

1. Angaben zum Vater

Jeder kann sich aus jedem Land mit diesem Anliegen an die Archive wenden. Es gibt keinerlei Restriktionen, jede Anfrage nach dem Vater kann gestellt werden. Jede!

Dabei sind Angaben, soweit man sie kennt, über den Vater mitzuteilen. Das sind:

Name , Vorname

Geburtstag, Geburtsort

Dienstgrad, Dienststellung

Garnison, Ort, Zeit

Nationalität

Und alles weitere, was den Vater identifizieren kann.

Es sind sicher nur einige Angaben, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, vorhanden.

Auch wenn diese Angaben unvollständig sind, muß man es versuchen.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Vater zu identifizieren, werden seine Angaben mitgeteilt.

Die Anfrage ist in russischer Sprache zu stellen.

In diesem Zusammenhang wird oft die Frage gestellt:

Ich kenne den Namen nicht richtig, vielleicht mit einem „o“ oder einem „a“, „z“ oder „tz“ gesprochen, wie das richtig geschrieben wird, weiß ich nicht, in Kyrillisch schon gar nicht ...

Deshalb hier ein Beispiel:

 

Der endgültige Name lautet Amentai Nuralijew / Аментай Нуралиев.

Der Nachname falsch geschrieben, der Vorname völlig anders. An den nachträglichen Bleistiftzufügungen ist zu sehen, dass dieses Archiv selbst Varianten einsetzt, selbst vermutet, dass der Name anders aussehen kann, um den Betreffenden zu finden.

Deshalb sollte der Suchende sich nicht davon abhalten lassen, dass er den Namen eventuell nicht richtig geschrieben hat.

Wird der Vater gefunden, teilt das Archiv mit, was es an Informationen hat:

die persönlichen Angaben, Laufbahn, Orden, Einsatzorte.

Man bekommt die Adresse, an welcher der Vater lebte, als er aus der Reserve entlassen wurde.

Diese Adresse ist sehr alt. Damit beginnt die Suche in der Republik, Stadt, Ort.

 

2. Archivadressen

2.1 Suche über das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums

2.2 Suche über das Russische Staatliche Militärarchiv / RGVA

2.3 Staatliches Archiv der Russischen Förderation (GARF) in Moskau

 

2.1 Suche über das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums

Anschrift:

Zentralny archiv Ministerstwa oborony RF

Moskowskaja oblast

142100, g. Podolsk

ul. Kirowa, 74

Russische Föderation

 

Das Archiv in Podolsk teilte uns mit Schreiben vom 17. 11. 2016, eingetroffen am 27. 1. 2017, mit, dass es diese Arbeit eingestellt hat und keine Auskünfte erteilt.

Andererseits wurde auf eine Anfrage an das RVGA mitgeteilt, dass man sich bei Angehörigen der Roten /Sowjetarmee an das Archiv in Podolsk wenden soll.

Es wäre eine große humane Geste, würden wir wieder Auskünfte von dort erhalten.

 

2.2 Suche über das Russische Staatliche Militärarchiv / RGVA

Wenn der Vater nicht in der Roten Armee diente, sondern in anderen Diensten oder Einrichtungen wie zum Beispiel im NKWD, kann ebenfalls eine Suche eingeleitet werden. Mit seinen Angaben, ebenfalls in Russisch, wendet man sich an das

Adresse:

Russisches Staatliches Militärarchiv / RGVA

125212 Moskau, ul. Admirala Makarowa 29

Russische Föderation

Webseite: http://rgvarchive.ru/

 

2.3 Staatliches Archiv der Russischen Förderation (GARF) in Moskau

Adresse:

Staatliche Archiv der Russischen Föderation ( GARF)

Adresse:

119992, Moskau
Große Pirogowaja Str. 17

Russische Föderation

Webseite http://statearchive.ru/

Es verfügt über eine zusammengefaßte Kartei der mit Orden und Medaillen der UdSSR Ausgezeichneten.

 

3. Weitere Informationen über den Vater

Wer seinen Vater gefunden hat, kann auf der Seite:

http://podvig-naroda.ru

weitere Details zum militärischen Werdegang erfahren. Diese Möglichkeit wird vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt.

Wer sich über den Verlauf von Operationen der Roten Armee informieren möchte, suche die Seite

https://pamyat-naroda.ru/ (in Russisch)

auf. Hier gibt es Informationen zu den Fronten, im Krieg wurden die größten zusammengefassten Militärformationen so bezeichnet. Wer den Vater nicht namentlich kennt, kann so eventuell über seine Einheit etwas erfahren.

 

4. „Zhdi meja“ / "Жди меня"

Wir wurden informiert, dass die Sendung „Zhdi meja“ / "Жди меня"

eine Webseite eingerichtet hat, natürlich in Russisch. Wer sich darüber informieren möchte, sehe sich folgenden Link an:

http://poisk.vid.ru/

Dort erfährt er, auf welche Art Art er sich in der Sendung bemerkbar machen kann. Das betrifft ebenfalls die Länder Ukraine, Moldawien, Bjelorussland und Kasachstan.

 

5. Zu Ostpreußen

Hat man den Namen des Vaters herausgefunden und er ist nach dem Kriege im Kaliningrader Rayon verblieben, kann man sich in russischer Sprache an

das Informationszentrum beim Ministerium des Inneren des Kaliningrader Bezirks:

Информационный центр при

Управлении Министерства внутренних дел

Калининградской области

Советский Проспект 7

г. Калининград 236022

Russische Föderation

wenden und um weitere Auskünfte bitten.

 

6. Ein genealogisches Forum:

http://forum.vgd.ru/

 

 

7. Weiteres zur Suche nach dem Vater

 

Hier geht es um weitere Informationsquellen zur Suche nach dem Vater in Ostdeutschland / DDR.

Es melden sich Russenkinder bei uns, die den Namen des Vaters nicht oder nur teilweise wissen. Dienstgrad, Geburtstag, Heimatstadt usw. sind ebenfalls nur bedingt bekannt.

Hier gibt es zwei Quellen, die man für diese Suchen in Anspruch nehmen kann.

 

1. Da sind die Regionalzeitungen. Der Anruf bei der aus meiner Geburtsregion ergab, dass man Archivsuchen durchführen lassen kann. Das geht natürlich nur ab der Zeit, ab der die Zeitung schon herauskam. Wie das vonstatten geht, erfragt man am besten bei den Redaktionen.

 

2. Eine weitere Quelle können Geschichtsmaterialien sein. In den 60-er und 70-er Jahren hatte die SED in der DDR Aktivitäten zur Geschichte der Arbeiterbewegung entfaltet. In diesem Rahmen wirkten auch in den Bezirken und Kreisen Kommissionen, die sich mit der regionalen Geschichte beschäftigten. Und in diesem Zusammenhang wurde selbstverständlich die Zeit zum und nach Kriegsende mit den sowjetischen Kommandanturen und deren Wirken teilweise detailliert beschrieben.

In meinem Falle hat das Heimatmuseum meiner Geburtsstadt mit die entsprechenden Auszüge kopiert und zugeschickt. Darin sind die Namen von sowjetischen Kommandanten, deren Fotos und ihre Aktivitäten enthalten.

Ebenso könnten alte Parteimitglieder Auskunft geben, vielleicht besitzen sie sogar solche Schriften.

 

Für Russenkinder aus anderen Ländern können diese Quellen ebenfalls interessant sein, nämlich wenn ihre Väter nach Deutschland versetzt worden sind. Hier würden wir Hilfestellung geben.

 

 

8. Informationen über Vermisste

sind über

https://obd-memorial.ru/html/index.html

möglich.

 

Viel Glück!