(Stand 26. November 2017)

Die Suche nach dem Vater

Unsere Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der Suche nach dem Vater und dessen Familie. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle Rechtsansprüche wie zum Beispiel Unterhalt und alles weitere seit langem verjährt sind und demzufolge nicht mehr gestellt werden können.

 

1. Angaben zum Vater

2. Adressen zur Suche

3. Weitere Informationen über den Vater

4. „Zhdi meja“ / "Жди меня"

5. Zu Ostpreußen

6. Ein genealogisches Forum

7. Weiteres zur Suche nach dem Vater

8. Informationen über Vermisste

 

1. Angaben zum Vater

Jeder kann sich aus jedem Land mit diesem Anliegen an die Archive wenden. Es gibt keinerlei Restriktionen, jede Anfrage nach dem Vater kann gestellt werden. Jede!

Dabei sind Angaben, soweit man sie kennt, über den Vater mitzuteilen. Das sind:

Name , Vorname

Geburtstag, Geburtsort

Dienstgrad, Dienststellung

Garnison, Ort, Zeit

Nationalität

Und alles weitere, was den Vater identifizieren kann.

Es sind sicher nur einige Angaben, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, vorhanden.

Auch wenn diese Angaben unvollständig sind, muß man es versuchen.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Vater zu identifizieren, werden seine Angaben mitgeteilt.

Die Anfrage ist in russischer Sprache zu stellen.

In diesem Zusammenhang wird oft die Frage gestellt:

Ich kenne den Namen nicht richtig, vielleicht mit einem „o“ oder einem „a“, „z“ oder „tz“ gesprochen, wie das richtig geschrieben wird, weiß ich nicht, in Kyrillisch schon gar nicht ...

Die Archive sind sich dessen bewußt und setzen von sich aus, wenn der Name nicht gefunden wird, Varianten ein, um die Suche erfolgreich zu lösen.

Deshalb sollte der Suchende sich nicht davon abhalten lassen, dass er den Namen eventuell nicht richtig geschrieben hat.

Wird der Vater gefunden, teilt das Archiv mit, was es an Informationen hat:

die persönlichen Angaben, Laufbahn, Orden, Einsatzorte.

Man bekommt die Adresse, an welcher der Vater lebte, als er aus der Reserve entlassen wurde.

Diese Adresse ist sehr alt. Damit beginnt die Suche in der Republik, Stadt, Ort.

 

2. Adressen zur Suche

Die meisten von uns haben es mit Vätern zu tun, die eine Uniform trugen. Deshalb kann man zunächst, außer es liegen Gründe für eine andere Vermutung nahe, davon ausgehen, dass er der Roten resp. Sowjetarmee angehörte. In diesem Falle ist das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums zuständig.

Seit 2016 tut sich das Archiv in Podolsk schwer, uns weiter Auskünfte über unsere Väter zu geben. Wir haben mehrfach Schritte unternommen, dass das Archiv wieder zur gewohnten Auskunftstätigkeit zurückkehrt. Noch ist nichts endgültig entschieden.

Bei Anfragen an die anderen Archive, bei denen die Suchen erfolglos waren, wurde uns die Adresse des Archivs des Verteidigungsministeriums ausdrücklich angeraten.

Diente der Vater in einem anderen Dienst, sind die entsprechenden unten aufgeführten Archive zuständig.

Für die Suchen in der Ukraine kann das Rote Kreuz in Kiew ebenfalls nützlich sein.

Für jüdische Väter und deren Familien, die ev. nach Israel ausgewandert sind, steht die unten angeführte Adresse.

Facebook – Die Erfahrung zeigt, dass Russenkinder, deren Kinder und Enkel gewöhnlich über einen Facebook-Account verfügen. Dieser kann effektiv zur Suche nach dem Vater, seiner Familie und Verwandten genutzt werden.

Der Verein besitzt keinen Account, was mit der Vertraulichkeit der Anfragen und Antworten im Zusammenhang steht.

 

2.1 Suche über das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums / ZAMO

Unterlagen der Truppen der Roten Armee für die Zeit des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945 liegen im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation

Anschrift:

Zentralny archiv Ministerstwa oborony RF

Moskowskaja oblast

142100, g. Podolsk

ul. Kirowa, 74

Russische Föderation

 

ZAMO erwartet seit 2016 vom Antragsteller den Nachweis, dass der Gesuchte der Vater sei. Das ist uns nicht möglich, weil wir ja gerade das herausbekommen möchten.

Deshalb empfehlen wir, dem Antrag eine Meldebescheinigung mit einer amtlich beglaubigten Übersetzung ins Russische beizulegen.

Das gilt für österreichische Russenkinder natürlich ebenfalls.

Damit weisen wir nach, dass wir uns zum Zeitpunkt der Geburt am Einsatzort des Gesuchten befunden haben. Andere Nachweise sind uns ja nicht möglich.

 

2.2 Suche über das Russische Staatliche Militärarchiv / RGVA für das NKWD

Adresse:

Russisches Staatliches Militärarchiv / RGVA

125212 Moskau, ul. Admirala Makarowa 29

Russische Föderation

Webseite: http://rgvarchive.ru/

 

2.3 Suche über den Geheimdienst FSB

Adresse

Federalnaia Slushba Bezopasnosti (FSB Russlands)

Zentralarchiv

ul. Große Lubjanka 2

Moskau 101000

Russische Föderation

2.4  Hauptinformations- und Analysezentrum des Ministeriums für Innere Angelegenheiten der Russischen Föderation HIAZRF

Anschrift

Ministerium des Inneren  der Russischen Föderation,

117418, Moskau

Novotscherjomushkinskaja uliza 67

Russische Föderation

 

2.5 Unterlagen von Spezialabteilungen und Abteilungen der Spionageabwehr "SMERSCH"-Tod den Spionen

Adresse

UFSB der Russischen Föderation für das Omsker Gebiet

644099, Omsk

Leninstr. 2

Russische Föderation

 

2.6 Staatliches Archiv der Russischen Förderation (GARF) in Moskau

 Unterlagen der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) und

Unterlagen der Roten Armee nur für den Zeitraum 1918 - 1940 Armee, wird uns nur in ganz seltenen Fällen betreffen

Adresse:

Staatliche Archiv der Russischen Föderation ( GARF)

Adresse:

119992, Moskau
Große Pirogowaja Str. 17

Russische Föderation

Webseite http://statearchive.ru/

 

2. 7 Suchdienst für die Ukraine

Nationales Komitee des Roten Kreuzes der Ukraine

Adresse:

Pushkinskaja uliza 30,

Kiev, Ukraine 01004

 

2.8 Für jüdische Väter und Familien, die nach Israel ausgewandert sind

Anfragen in Englisch oder Russisch

The Israeli Interior Ministry.
Phone number +972-2-6294701.
Fax number is: +972-2-6294750
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Their website is:
http://www.moin.gov.il/
Darin befindet sich ein Onlineformular, welches man ausfüllen kann.

Postadresse:
Ministry of Absorption
2 Kaplan Street
P.O. Box 13091
Jerusalem
ISRAEL



3. Weitere Informationen über den Vater

Wer seinen Vater gefunden hat, kann auf der Seite:

http://podvig-naroda.ru

weitere Details zum militärischen Werdegang erfahren. Diese Möglichkeit wird vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt.

Wer sich über den Verlauf von Operationen der Roten Armee informieren möchte, suche die Seite

https://pamyat-naroda.ru/ (in Russisch)

auf. Hier gibt es Informationen zu den Fronten, im Krieg wurden die größten zusammengefassten Militärformationen so bezeichnet. Wer den Vater nicht namentlich kennt, kann so eventuell über seine Einheit etwas erfahren.

4. „Zhdi meja“ / "Жди меня"

Wir wurden informiert, dass die Sendung „Zhdi meja“ / "Жди меня"

eine Webseite eingerichtet hat, natürlich in Russisch. Wer sich darüber informieren möchte, sehe sich folgenden Link an:

http://poisk.vid.ru/

Dort erfährt er, auf welche Art Art er sich in der Sendung bemerkbar machen kann. Das betrifft ebenfalls die Länder Ukraine, Moldawien, Bjelorussland und Kasachstan.

 

5. Zu Ostpreußen

Hat man den Namen des Vaters herausgefunden und er ist nach dem Kriege im Kaliningrader Rayon verblieben, kann man sich in russischer Sprache an

das Informationszentrum beim Ministerium des Inneren des Kaliningrader Bezirks:

Информационный центр при

Управлении Министерства внутренних дел

Калининградской области

Советский Проспект 7

г. Калининград 236022

Russische Föderation

wenden und um weitere Auskünfte bitten.

 

6. Ein genealogisches Forum:

http://forum.vgd.ru/


7. Weiteres zur Suche nach dem Vater

Hier geht es um weitere Informationsquellen zur Suche nach dem Vater in Ostdeutschland / DDR.

Es melden sich Russenkinder bei uns, die den Namen des Vaters nicht oder nur teilweise wissen. Dienstgrad, Geburtstag, Heimatstadt usw. sind ebenfalls nur bedingt bekannt.

Hier gibt es zwei Quellen, die man für diese Suchen in Anspruch nehmen kann.

1. Da sind die Regionalzeitungen. Der Anruf bei der aus meiner Geburtsregion ergab, dass man Archivsuchen durchführen lassen kann. Das geht natürlich nur ab der Zeit, ab der die Zeitung schon herauskam. Wie das vonstatten geht, erfragt man am besten bei den Redaktionen.

2. Eine weitere Quelle können Geschichtsmaterialien sein. In den 60-er und 70-er Jahren hatte die SED in der DDR Aktivitäten zur Geschichte der Arbeiterbewegung entfaltet. In diesem Rahmen wirkten auch in den Bezirken und Kreisen Kommissionen, die sich mit der regionalen Geschichte beschäftigten. Und in diesem Zusammenhang wurde selbstverständlich die Zeit zum und nach Kriegsende mit den sowjetischen Kommandanturen und deren Wirken teilweise detailliert beschrieben.

In meinem Falle hat das Heimatmuseum meiner Geburtsstadt mit die entsprechenden Auszüge kopiert und zugeschickt. Darin sind die Namen von sowjetischen Kommandanten, deren Fotos und ihre Aktivitäten enthalten.

Ebenso könnten alte Parteimitglieder Auskunft geben, vielleicht besitzen sie sogar solche Schriften.

 

Für Russenkinder aus anderen Ländern können diese Quellen ebenfalls interessant sein, nämlich wenn ihre Väter nach Deutschland versetzt worden sind. Hier würden wir Hilfestellung geben.


8. Informationen über Vermisste

sind über

https://obd-memorial.ru/html/index.html

möglich.

 

Viel Glück!