Besondere Information Dezember 2017

 

Liebe Russenkinder und Freunde,

eigentlich ist es egal, was andere Besatzungskindervereine und deren sonstige oder wissenschaftliche Umgebungen über Russenkinder und unsere Vereinsarbeit sagen.

Besatzungskindervereine, in einer Organisation mit Namen BOWin europaweit vereint, verweigern uns demokratische Mitbestimmung.

Wenn aber in unser unmittelbares Handeln hinein vorgegangen wird, was unsere Tätigkeit, für die wir keine Entschuldigung brauchen, weil wir Menschen helfen, ihre Väter und Familien zu finden, was wir für ein Menschenrecht ansehen, also die geeignet ist, diese zu stören, müssen wir öffentlich dagegen vorgehen.

Von Anfang an im Jahre 2014 war es unser Anliegen, Russenkinder aufzurufen, ihre Väter zu suchen und ihnen dabei Hilfe angedeihen zu lassen. Wir veröffentlichen seit 2014 die Art, wie man einen Antrag an die russischen Archive formulieren kann, ebenso die entsprechenden Archivadressen, haben inzwischen von Antworten weiterer Archive Kenntnis. Und schließlich helfen wir, wenn ein Russenkind es möchte.

Wir stellen Suchmeldungen auf unsere Webseiten in sechs verschiedenen Sprachen.

In diesem Jahr haben wir schon über 100 000 Aufrufe unserer Webseite, täglich über 300. Die Aufrufe erfolgen weltweit.

Der Schreiber dieser Zeilen fand 1997 das Grab seines Vaters und dessen Familie über das Archiv des Russischen Verteidigungsministeriums in Podolsk. Inzwischen haben wir von vier weiteren Archiven Kenntnis, die ebenfalls Auskünfte über unsere Väter geben.

Und deshalb empört es uns, wenn Beteiligte wider besseren Wissens Lügen und dummes Zeug über diese Archive und unsere Arbeit verbreiten. Oder gar ganz verschweigen, als seien sie die einzigen, die eine solche Arbeit ausführen.

Das Verschweigen solcher Möglichkeiten für Russenkinder, aber noch viel schlimmer, die Leugnung dieser Möglichkeiten, hindert Russenkinder daran, sich auf die Suche nach ihren Vätern zu begeben.

Vor zwei Jahren mußten wir schon einmal eine solche Lüge zurückweisen, die von einer Dozentin der Universität Leipzig in der Zeitung „Die Welt“ verbreitet wurde.

(https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article141995358/Alliierte-Soldaten-zeugten-mehr-als-200-000-Kinder.html)

Weshalb nun diese Information?

Am 23. 10. 2017 brachte der Deutschlandfunk, dem wir übrigens jeden Monat unsere Informationen zuschicken, wieder einmal eine Sendung zum Thema „Besatzungskinder“. Nachzulesen unter:

http://www.deutschlandfunk.de/besatzungskinder-vaeter-gesucht.1773.de.html?dram:article_id=398870

Und dort kann man etwas weiter unten lesen:

Kaum Chancen bei russischen Vätern ...

Wer nach einem russischen Vater sucht hat, kaum eine Chance, so Ute Timmerbrink.“ * Kommafehler im Original

Frau Timmerbink beschäftigt sich mit den amerikanischen Besatzungskindern. Von den russischen hat sie, wie ich einmal kurz in einem Gespräch mit ihr feststellen konnte, nur sehr vage Vorstellungen. Sie weiß um unseren Verein, um unsere Arbeit. Warum sie so über uns und unsere Möglichkeiten herumlügt und unsere Erfolge und Hilfen verschweigt, können wir nicht nachvollziehen.

Die Frau hat das Bundesverdienstkreuz für ihre Arbeit bekommen. Dazu sei ihr gratuliert.

Warum sie sich aber von Anfang an gegen den Verein „Russenkinder e.V.“ gestellt hat und unsere Arbeit verleugnet, das wird sie wohl nur allein wissen.

Wie schon gesagt, das ist uns eigentlich egal, was die Leute so daher reden.


Aber Russenkinder davon abzuhalten, sich auf die Suche nach ihren Vätern und Familien zu begeben, das kann und darf nicht unwidersprochen bleiben.

Wir sind offensichtlich die Einzigen, die die Rechte und Interessen der Russenkinder wahrnehmen.

Die Medien sind den Anderen geöffnet, wir werden verschwiegen, diskriminiert.

Warum? Sind Russenkinder weniger wert als andere Besatzungskinder?

Und warum fragen die Medien nicht einmal nach, sondern verbreiten diese Unwahrheiten?

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information November 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

es gibt etwas Wichtiges zu vermelden, nämlich ein deutsches Russenkind erhielt vom Zentralarchiv des FSB in Moskau Auskunft zu seinem Vater.

Als Erstes möchten wir den Verantwortlichen, die das ermöglichten und daran mitgewirkt haben, danken!

Für die Betroffenen sind diese Auskünfte über ihre Väter und ihre Familien nach so vielen Jahren ein außerordentliches Ereignis. Sie geben Mut, Freude, regen an, die Suche zu forcieren. Wir erleben, dass es ein regelrechtes Aufblühen des Lebensgefühls gibt.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir diese Auskünfte bekommen, deshalb danken wir den Verantwortlichen für ihre Arbeit, deshalb geben wir diese Informationen auf unserer Webseite weiter.

Und eben deshalb möchten wir weiter in der Öffentlichkeit alle Russenkinder aufrufen – Sucht Eure Väter, sucht Eure Familien!

Wir hatten im Sommer nach Moskau geschrieben. Zwar ist keine Antwort eingetroffen, aber wir sehen in diesem oben erwähnten Umstand eine Ermutigung. Vielleicht hat sich etwas getan. Von diesem Archiv hatten wir noch nicht vernommen, geschweige denn von einer Auskunft gehört.

So denken wir, dass es jetzt an der Zeit sei, noch einmal das Archiv des Verteidigungsministeriums, ZAMO in Podolsk, das für uns wichtigste, weil ein Großteil unserer Väter in der Armee diente, anzuschreiben.

Wer von dort ein Schreiben mit dem Inhalt erhalten hatte, es sei nicht zuständig, es hätte andere Aufgaben etc., der erneuere einfach seinen Antrag. Neues Datum, unterschreiben und abschicken.

Wir wissen aktuell von zusammen ca. 10 solcher Antworten in Deutschland und Österreich. Wir würden damit keine große Welle auslösen, der Aufwand für die Auskunftserteilung für das Archiv hielte sich in Grenzen.

Wer aus Podolsk eine Antwort erhalten hat, dass der Gesuchte sich nicht im Bestand befindet, sehe sich unsere Webseite an:

https://www.russenkinder.de/index.php/suche-des-vaters

Da stehen inzwischen vier Adressen der anderen Archive, die für den Vater zuständig sein könnten. Der Vater war nicht in der Armee, sondern in einem anderen Dienst.

Und hier gilt ebenfalls, sie nacheinander anzuschreiben. Neue Adresse einsetzen, neues Datum, unterschreiben und den Antrag abschicken.

Ehrlich gesagt, durch die Ereignisse der letzten Monate, Webseitenzusammenbruch und Neuaufbau, habe ich ein wenig den Überblick über die Suchstände verloren.

Wer Hilfe braucht, wer sich noch einmal beraten möchte, kann sich bei mir melden.

Versuchen wir es! Viel Glück dabei!

Ansonsten hat sich das Interesse an unseren Webseiten wieder auf ein normales Maß eingependelt, zwischen 5 und 6 Tausend Zugriffe im Monat.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

 

 

Information Oktober 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

 

wichtigstes Ereignis in diesem Monat für uns war die Jahresversammlung des Vereins Russenkinder e.V.

Siehe Link: https://www.russenkinder.de/index.php/aktuelles

Sie hat gezeigt, dass unsere Arbeit weltweit beachtet wird. Unsere Webseite wird jeden Tag mehr als 300 Mal aufgerufen. Die Besucherzahlen im laufenden Jahr bis Oktober 2017 haben die zum gesamten Jahr 2016 erheblich übertroffen. Siehe Anlage (als PDF-Datei und als JPG-Bild beigelegt)

Einmal ist das Interesse an unseren Informationen wie die

- „Suche nach dem Vater“ - den Adressen der russischen Archive,

- nach unserer Sicht auf die Genese - „Das Phänomen Russenkinder“,

- besonders nach unseren Sprachversionen Österreichisch, Russisch und Englisch

groß. Noch mehr freuen wir uns darüber, dass unsere Suchmeldungen eine enorme Steigerung erfuhren.

Wir könnten wesentlich wirksamer werden, wenn es gelänge, die veralteten Informationen in den Sprachversionen Russisch und Englisch zu aktualisieren. Ansätze, Versprechungen gab es, aber bis jetzt ist nichts daraus geworden.

Wir arbeiten für Menschen, denen wir einen Weg zeigen wollen, wie sie ihre Väter und deren Familien finden können. Eine humanitäre Aufgabe, bei der wir nur von wenigen Personen unterstützt werden.

Denen haben wir in unserer Jahresversammlung ganz besonderen Dank für ihre Arbeit ausgesprochen.

Wer uns helfen möchte, kann sich gern bei uns melden. Schon kleine Texte, zum Beispiel bei den Suchmeldungen, würden eine Bereicherung darstellen.

In Berlin fand ein Treffen von Besatzungskindern statt. Wie üblich wurden wir dabei nicht einmal erwähnt, wie übrigens die französischen Besatzungskinder ebenfalls nicht. Da haben wohl einige den Begriff „Besatzungskinder“ für sich allein usurpiert.

Naja – altes Westdenken läßt sich nicht so einfach ausmerzen, selbst nach 27 Jahren Wiedervereinigung nicht.

Der Tagesspiegel berichtete über das Treffen, ebenfalls natürlich ohne uns zu erwähnen. Trotzdem bescherte uns die Veranstaltung einige Besucher auf unserer Webseite.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information September 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat September war durch den Wiederaufbau unserer Webseiten gekennzeichnet. Der Prozeß wurde aufmerksam verfolgt, uns wurden die besten Wünsche für diese zusätzliche Arbeit übermittelt und die Bitte, nicht aufzuhören. Unsere Arbeit ist human, sozial, absolut notwendig, weil kein Anderer sie sonst für Russenkinder erledigt.

Sie hilft, Menschen ihre Väter und deren Familien miteinander bekannt zu machen.

Es war wieder eine Bestärkung, nicht nachzulassen in unserem Wirken. Als Folge dieser Umstände wurden unsere Seiten über 12.000 Mal aus der ganzen Welt aufgerufen, so viel wie noch nie in diesem Jahr.
Der Wiederaufbau brachte natürlich neue Ideen hervor. So haben unsere österreichischen Freunde ihre Suchen ins Russische übersetzt und ins Netz gestellt. Deshalb wollen wir fragen, ob unsere deutschen Suchmeldungen nicht ebenfalls ins Russische übersetzt werden können. Wer eine solche Möglichkeit hat, gibt uns die Übersetzung.
Bei der Betrachtung unserer Leser stellten wir fest, dass unsere Seiten regelmäßig im gesamten  Gebiet der ehemaligen Sowjetunion gelesen werden. Deshalb können sie in Russisch einen größeren Kreis ansprechen.

Wie es so ist, kam dadurch die inhaltliche Arbeit ein wenig zu kurz. Hier werden wir uns in der nächsten Zeit mehr damit beschäftigen. Da sind die Antworten des Militärarchives in Podolsk, die verschiedenen Russenkindern verschiedene Antworten gegeben haben, warum sie seit einiger Zeit keine Anfragen mehr beantworten. Inzwischen haben wir Kenntnis von mindestens vier verschiedenen Varianten.


Der russische Präsident hat uns bisher auf unsere Bitte um Mithilfe nicht geantwortet.


Der Zustand, keine Auskünfte aus dem für uns wichtigsten Archiv, nämlich dem der Armee zu bekommen, wird uns weiter beschäftigen.


Und noch etwas - es geht um unsere Mütter. Wir konnten durch unsere vielseitigen Kontakte feststellen, dass es von Anfang an Mütter gab, die nicht ruhten, um uns, den Russenkindern, ihre Väter zu verifizieren. Das zog sich bis zum Abzug der Sowjetarmee hin. Es gab mutige Frauen, die initiativreich und mit Hartnäckigkeit  sich darum kümmerten. 
Das wurde bisher in der Öffentlichkeit fehlinterpretiert oder gleich ganz verschwiegen. 

Unsere Mütter hatten teilweise schwierige Lebensabschnitte.


Setzen wir ihnen ein Denkmal! Wenn wir es nicht tun, tut es niemand. Alle deutschen Regierungen haben es nicht getan, Rußland hat bisher dazu nichts getan und Kasachstans Präsident Nasarbajew hat sich in seinem bisher einzigen Falle verweigert. Ehren wir unsere Mütter!

Schließlich zur Erinnerung:
Am 21. Oktober um 10.30 Uhr findet unsere Jahresversammlung im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst statt. Wir laden unsere Mitglieder ein, ebenso unsere Freunde, Helfer und alle, die sichfür uns und unsere Tätigkeit interessieren.

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

 

Monatsinformation August 2017

 

Liebe Russenkinder und Freunde,

vor ein paar Tagen erlitten wir einen Schlag. Die Webseite war nicht mehr erreichbar und konnte auch nicht wiederhergestellt werden. Sie muß also neu aufgebaut werden. Sie wird ungefähr in der Form mit gleichem bzw. erweiterten Inhalt erstehen. Wenn es in den nächsten Tagen nicht ganz ordentlich darauf zugeht, sehen Sie einfach darüber hinweg.

Für Hinweise auf Unrichtigkeiten, Gestaltungsmängel etc. sind wir dankbar.

Die noch intakte Webseite wurde bis 26. 8. über 6 Tausend Mal aufgerufen.

Das wichtigste Archiv für uns ist das in Podolsk. Es ist das Archiv des Verteidigungsministeriums, also das der Armee. Unsere Väter waren in der überwiegenden Mehrzahl Angehörige der Roten, später Sowjetarmee.

Es hatte seine Auskunftstätigkeit eingeschränkt, weil es den Nachweis haben wollte, dass die Gesuchten unsere Väter sind.

Nun fragen wir ja gerade deshalb nach, um mit deren Informationen herauszubekommen, ob es unsere Väter sind. Eine andere Möglichkeit gibt es für uns nicht.

Wir geben deshalb zur Zeit die Empfehlung, die Anfragen mit einer Meldebescheinigung, die Antragstellers Namen, Geburtstag und -ort und die aktuelle Adresse beinhaltet, zu vervollständigen. Dazu natürlich eine beglaubigte Übersetzung in Russisch. Das gilt für Deutschland, Österreich und Dänemark. Natürlich ebenso für die anderen Länder, in denen die Truppen stationiert waren.

Mehr können wir nicht tun, es ist quasi ein Angebot, die Arbeit zu versachlichen, und hoffen auf ein Einsehen des Archivs.

Die Antwort auf unseren Brief an den Kreml ist noch nicht eingetroffen.

Wir bemühen uns, die Webseite so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information Juli 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,


der Monat Juli – Ferien- und Urlaubszeit – Erholung und Entspannung.
Nicht für die Webseite – sie wurde wieder vermehrt weltweit aufgerufen (ca. 7 000 Mal). Mit dem Juli sind knapp 60 % des Jahres abgelaufen. Unsere Seiten dagegen wurden inzwischen fast schon so oft wie im vergangenen Jahr angeklickt (96%).
Im Einzelnen zum Vorjahr:
Deutsche Seiten         80%
Österreichische          270%, kamen erst in der zweiten Hälfte des Jahres
Russische                    150%
Englische                     83%
Polnische                    116%
Französische               80 %
Hebräische                  76 %

Davon
Unsere Einzelschicksale            107 %

Die Suche nach dem Vater        72%
unsere Suchmeldungen             81%
Insgesamt verzeichnen
Aufrufe seit Beginn
unsere Seiten etwas mehr als     208 Tausend

Wir haben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Brief geschrieben, in dem wir ihn bitten zu helfen, dass das Archiv des Verteidigungsministeriums, welches im vergangenen Jahr die Auskünfte zu unseren Vätern für uns nicht mehr erlangbar machte, wieder zur bisherigen Auskunftsweise zurückzukehrt. Das Archiv ist für eine große Anzahl von uns die einzige Möglichkeit, den Vater bzw. seine Familie zu finden.
Über die Antwort wird selbstverständlich informiert.
Die Jahresmitgliederversammlung wird für Sonnabend, den 23. September 10.30 Uhr wieder in das Deutsch-Russische Museum in Berlin Karlshorst einberufen.
Die Einladung ist angehängt.
Mitglieder und selbstverständlich unsere Freunde sind herzlich dazu eingeladen. Außerdem bitten wir darum, dass zu unserer Arbeit Stellung genommen wird.
Wer nicht kommt, den bitten wir um schriftliche Beiträge, sie werden alle verlesen.Turnusmäßig steht die Wahl des Vorstands an. Wer Interesse hat, im Vorstand mitzuarbeiten, melde sich. Bewerbungen werden bis unmittelbar zur Wahl während der Jahresversammlung angenommen.


Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

Information Juni 2017


Liebe Russenkinder und Freunde,

nach den beiden außergewöhnlichen Monaten April und Mai sind die Zugriffe auf unsere Webseite wieder auf ein normales, wenn auch etwas höheres Maß als üblich, nämlich auf 6 300 Klicks gekommen.
Unsere Seiten werden gebraucht, es gibt kein Nachlassen. Wir sind im deutschsprachigen und internationalen Raum die Einzigen, die Informationen und Geschichtsaufklärung zum Thema Russenkinder in diesem Umfang zur Verfügung stellen.
Und das Wichtigste – wir geben Russenkindern Anregungen darüber nachzudenken und es zu versuchen, ihre Väter, respektive deren Familien zu suchen und zu finden.
Letzteren Gedanken haben wir bei den Aufnahmen zu einer Sendung im Rundfunk in den Mittelpunkt gestellt. Wann das gesendet wird, wird mitgeteilt.
Es gab eine Reihe von Veranstaltungen, auf die wir in unseren Terminen aufmerksam machten. Es gab Begegnungen von uns.
Im übrigen sind wir dabei, unsere Bemühungen in Richtung Ausbau unserer Seiten in den Sprachen voranzubringen.

Letztlich noch – das erste Halbjahr ist herum, Kosten sind angefallen, weshalb wir die Bitte äußern, einmal etwas Geld für die Arbeit des Vereins zu spenden.
Die Bankdaten stehen auf der Webseite, hier sind sie noch einmal:
Kontoname: Russenkinder
Deutsche Skatbank
IBAN DE 2983 0654 0800 0485 0009
BIC GENODEF1SLR
Für den September sind wir dabei, unsere Jahresversammlung vorzubereiten. Turnusgemäß steht die Vorstandswahl an. Deshalb bitten wir darum, dass Mitglieder, die sich bereit finden, sich zu melden. Wir haben drei Vorstände in der Satzung.
Die Arbeit ist nach drei Jahren eingelaufen, die Webseite wird gepflegt. Aufgabe der Vorstände wäre zunächst einmal, Vorhaben
vorzuschlagen, zu vorgeschlagenen Stellung zu beziehen und bei Möglichkeit bei der Realisierung zu helfen. Selbstverständlich ist bei unseren Kräften nur das von Bedeutung, was zu realisieren möglich ist.


Überlegt es Euch!Eine schöne Sommerurlaubszeit allen!

Herzlichen Gruß
Anatoly Rothe

Information Mai 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

der Monat Mai bescherte uns wieder einmal eine überdurchschnittliche Anzahl von Webseitenbetrachtungen – knapp 14 500, was einem täglichen Zugriff von ca. 465 Klicks bedeutet.

Die drei am meisten aufgerufenen Seiten sind „Rechtliches“, „Video“ und das schon lange favorisierte „Phänomen Russenkinder“.

Wir schließen daraus, dass der Bedarf an Informationen über die Russenkinder groß ist. Einsprüche haben wir bisher nicht erhalten.

Unsere Informationen bekommen wir im Kontakt von ebenjenen. Wir werden angefragt, was man tun kann. Ebenso fragen wir nach den Schicksalen der Einzelnen. Und da sind uns diese Klischees wie - Vater von der Militärpolizei abgeholt und nach Sibirien geschafft – es gibt noch weitere, noch nicht einmal nachweislich begegnet. Wer seinen Vater gefunden hat, erzählt uns andere Geschichten.

Wir wollten von Anfang an zur Versachlichung unseres Themas beitragen, was offensichtlich gelingt. Wir überlegen, was noch in dieser Hinsicht getan werden könnte. Vielleicht hat jemand Vorschläge dazu.

Am Dienstag, den 27. Juni 2017 um 19.00 Uhr gibt im Konzerthaus Berlin das Orchester der Russisch-Deutschen MusikAkademie mit Valery Gergiev ein Konzert.

Das ist eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Orchester, Dirigent und Programm sind wie für uns gemacht. Es gibt Beethovens Violinenkonzert und Pjotr Tschaikowskys 5. Sinfonie.

Beethoven wurde in Bonn geboren, sein Hauptschaffen entstand in Wien. Also ein österreichischer Bezug ist ebenfalls dabei enthalten. Mit dem Einmarsch der Roten Armee in Deutschland, wir schreiben es ja im Phänomen Russenkind, kam auch die russische und sowjetische Kunst und Kultur nach Deutschland. Hier von Tschaikowsky vertreten. Und mit Valery Gergiev steht ein bedeutender russischer Dirigent unserer Zeit am Pult.

Also überlegt es Euch, an diesem Konzert teilzunehmen. Die Anhaltspunkte sind gegeben. Es wird für jeden eine Bereicherung. Karten kann man telefonisch oder über das Internet kaufen.

Es kommt der 22. Juni, der 76. Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die Sowjetunion. Mit dem Besuch des Konzerts wollen wir ebenfalls daran denken.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information April 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

unsere Webseite wurde im April mehr als 17 800 Mal aufgerufen. Das entspricht fast 600 Mal täglich. Das sind dreimal so viel wie sonst üblich. Nanu – Zweifel. IT-Systemfehler?

Zunächst wurde das Betriebssystem überprüft. Als nächstes der Administrationsbereich der Webseite. Alles in Ordnung, auf dem aktuellen Stand. Anfrage bei Strato, auf dessen Servern unsere Seite liegt. Ebenfalls alles in Ordnung. Bestätigung - unsere Seiten werden tatsächlich so häufig aus vielen verschiedenen Ländern der Welt aufgerufen.

Es ist Realität – kein Irrtum. Es zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist.

Überdurchschnittlich betrifft es die deutschen, russischen, englischen und österreichischen Seiten. Für unsere Freunde in Wien freut uns das besonders, sind sie doch ebenfalls sehr aktiv bei der Suche nach ihren Wurzeln. Besonders ist Eleonore Dupuis hervorzuheben, die sich sehr engagiert bei der Suche nach Vätern von Russenkindern einsetzt und dabei Erfolge vorweisen kann. Der Wermutstropfen – ihren eigenen hat sie noch nicht gefunden.

Gerade kam die Information, dass Eleonore eine Einladung nach Moskau zum 9. Mai erhielt. https://www.russenkinder.de/index.php/de-at/aktuelles-aus-oesterreich

Wir gratulieren!

Bei den deutschen Seiten sind „Das Phänomen Russenkinder“, „Splitter“, „Video“ und „Rechtliches“, was allerdings erst noch weiter ausgebaut wird, die am meisten aufgerufenen.

Weiter ist zu konstatieren, dass in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion aus vielen Regionen die Webseite besucht wird. Das Interesse wird größer.

Zur wichtigsten Frage für uns, wie die russischen Archive weiter arbeiten, gibt es neue Erkenntnisse. Das Archiv in Moskau, das RGVA, arbeitet zuverlässig wie immer.

Die Seite mit den Angaben wie und wo man seinen Vater suchen kann:

https://www.russenkinder.de/index.php/de-de/vatersuche

wurde aktualisiert, die Informationen können verwendet werden.

Wer also auf der Suche ist und abschlägigen Bescheid erhielt, neu versuchen.

Unsere Freundin Renate Brown vermeldet eine großartige Neuigkeit. Wir hatten ihr geholfen, die Anfrage an die russischen Archive zu stellen. Nun meldeten sich offensichtlich Nachfahren ihres Vaters. Gratulation! Wir alle hoffen auf Bestätigung.

Viele nehmen an Renates Schicksal Anteil. Und wir möchten diese Gelegenheit zum Aufruf nutzen:

Sucht Eure Väter und deren Familien! Ihr habt nichts zu verlieren! Euch öffnet sich eine neue Welt! Denkt an Eure Kinder und Enkel! Auch sie möchten eines Tages wissen, wie ihre Wurzeln verliefen.

Das sind erst einmal großartige Nachrichten. Perfekt wird es, wenn das Armeearchiv in Podolsk ebenfalls wieder zu seiner gewohnten Auskunft übergeht.

In Berlin findet wie jedes Jahr am 8. Mai um 10 Uhr am Ehrenmal in Treptow die Kranzniederlegung für die gefallenen sowjetischen Soldaten statt.

Und das Deutsch-Russische Museum veranstaltet ab 11 Uhr ebenfalls wieder sein Museumsfest: https://www.russenkinder.de/index.php/de-de/termine

Eine gute Gelegenheit, sich zu diesen Anlässen zu treffen.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information März 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

uns erreichten wieder einige Anfragen, wie man seinen Vater suchen kann. Zur Zeit gibt es die Empfehlung, an das RGVA in Moskau zu schreiben.

Warten wir es ab, wie sich die Auskunftssituation entwickeln wird.

Wir selbst bemühen uns durch weitere Aktivitäten, unser Anliegen kompetenten Leuten und Positionen zu erklären, damit sie uns helfen, das Archiv in Podolsk zur Auskunftserteilung zu bewegen.

Die Frage der mißbräuchlichen Nutzung unserer @russenkinder.de Adresse wurde durch unseren Provider dahingegen beantwortet, dass er alles dafür tut, derartiges zu verhindern. Wir selbst haben unseren Schutz verstärkt, womit wir hoffentlich vor weiteren solchen Angriffen gefeit sind.

Noch etwas zu unserem Verständnis. Unser Verein und unsere Webseite sind nicht nur für Russenkinder da, die ihre Väter suchen oder anderen Rat, Hilfe und Unterstützung benötigen. Wir arbeiten seit über zwei Jahren sehr erfolgreich und haben eine Reihe von Erfahrungen gesammelt.

Wir sahen es von Anfang an als zweckmäßig an, zu allen Aspekten unseres Daseins Stellung zu nehmen. Unser Bild in der Öffentlichkeit wurde durch einige wenige, die sich in den Medien offenbart haben, bestimmt. Hier ist ein einseitiges Bild entstanden, das mit der Realität der Russenkinder, die wir kennenlernen, es sind jetzt etwa 400, nicht übereinstimmt. Deshalb erlauben wir uns, unsere Meinung zu sagen.

Unsere inzwischen erreichte inhaltliche Akzeptanz, die weiterhin hohe Frequentierung unserer Webseiten zeigen, dass unsere Position gefestigt ist. Und wer etwas über das Thema Russenkinder sagt, ohne uns, die wir täglich daran arbeiten, zu berücksichtigen, ist inhaltlich nicht auf dem aktuellen Stand.

Wir haben uns von Anfang an bereit erklärt, unseren Beitrag zu allen Aspekten des Russenkinderdaseins zu leisten. Und das kann, wer will, an unseren Webseiten nachvollziehen.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Information Februar 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

die wichtigste Frage für uns, die Einstellung der Auskünfte durch das Militärarchiv in Podolsk hat eine neue Wendung bekommen. Rekapitulieren wir - bis Anfang 2015 wurden unsere Anfragen beantwortet. Je nach Lage der Dinge, positiv mit den Angaben zum Vater oder negativ, weil nicht im Verzeichnis. Danach gab es keine Auskünfte mehr.

Das Archiv in Moskau RGVA erteilte im Mai 2015 eine Auskunft. Wir wissen nichts über die augenblickliche Situation, erwarten bald Aufklärung.

Nun gab es dieser Tage aus Podolsk zwar wieder einen abschlägigen Bescheid, aber mit der hoffnungsvollen Bemerkung, dass das „zur Zeit nicht erfolgt“, also könnte es ein Hinweis sein, dass wir wieder Hoffnung schöpfen können.

Die vermehrten Anfragen an uns in Bezug auf Informationen haben uns bewogen, die Eröffnung unserer Webseite zu ändern. Jetzt erscheint ein Überblick: „Wo finde ich was – Wegweiser“.

Die Nutzung unserer Seiten ist seit zwei Monaten etwas rückläufig. Sie werden jetzt um 4 500 bis 5 500 Mal im Monat aufgerufen. Anfang März erwarten wir den 150 000 Aufruf. Interessant ist, dass neben der Eröffnungsseite als der am meisten aufgerufenen Seite „Das Phänomen Russenkinder“, die Vereinsseite und das Impressum folgen.

Uns lagen von Anfang an neben den Angaben zur Vatersuche gerade diese Erklärungen, die im „Phänomen“ nachzulesen sind, am Herzen und wir sehen, wie sie angenommen werden. Sachliche Kritik dazu gab es bisher nicht.

Eine weitere Besonderheit ist, und das sehen wir ein wenig zwiespältig, dass nur wenige bereit sind, ihre Schicksale zu schildern. Alle Kontakte, die wir haben, werden danach gefragt, aber am Ende wurden es nicht mehr. Es besteht die Möglichkeit, Namen, Orte, und Geschehnisse zu modifizieren, zu verfremden, es wird nicht.

Zwiespältig sehen wir das deshalb, wir schrieben ja schon im Dezember 2016 darüber, dass in der Öffentlichkeit das Bild der Russenkinder nur durch ganz wenige Schicksale im Vergleich zur geschätzten Gesamtzahl 100 000 bis 400 000 beschrieben wird. Wir wissen aber, dass das Leben ein viel breiteres Spektrum hat.

Natürlich wissen die Journalisten und wir, dass es ein gewisses Mißtrauen gegenüber den Medien gibt. Unsere Erfahrungen besagen, dass unser Anliegen bis auf eine einzige Ausnahme von den Medien, den beteiligten Journalisten, auf sehr einfühlsame Weise aufgenommen undveröffentlicht wurde. So sehen wir keinen Grund, diese Möglichkeit nicht zu nutzen.

Ein zweiter Aspekt dazu – bei Anfragen nach Schicksalen geben wir schon am Telephon den Hinweis, sich doch einmal diese auf der Webseite anzusehen. Und so sind sie schon mehr als 24 000 Mal aufgerufen worden.

Im Deutschen die beiden am meisten aufgerufenen jeweils über 3 000 Mal, die anderen ebenso jeweils über 1 000 Mal. Selbst Reinhards Geschichte, die erst ein Jahr später bei uns erschien, hat diese Anzahl erreicht.

Auch die beiden russischen Übersetzungen haben über 1 000 Aufrufe. Eine besondere Situation liegt bei unserem Jürgen Schubert vor. Da er seine Suchen auch in anderen Sprachen veröffentlicht hat, sind die Aufrufe zu ihm inzwischen auf über 11 000 angewachsen. Er und sein Freund Thomas Hagen geben sich alle Mühe, dass Jürgens Vater gefunden wird. Wir helfen selbstverständlich und wünschen von ganzem Herzen dabei Erfolg.

Wir würden gut daran tun, ein paar mehr Schicksale auf die Webseite zu bringen. Überlegt es Euch! Wir kennen viele, bringt Eure Geschichten.

Wir helfen bei der Gestaltung, der Formulierung und was sonst noch so gemacht werden könnte. Wichtig für unser Ansehen ist es auch deshalb, weil wir Menschen wie alle anderen sind. Das müssen wir zeigen. Es gibt ja zum Beispiel diese Studie der Uni Leipzig aus 2014, in der, darüber schrieben wir ja ebenfalls schon, wir als besonders psychisch anfällig dargestellt werden. Nachfragen wurden abgebügelt, die statistische Grundlage dafür ist mehr als fragwürdig.

Wir formulieren diesen Appell auch aus dem Grund, wir möchten Öffentlichkeit, damit Russenkinder, die sich noch nicht über ihre Situation klar geworden sind, sich der Aufklärung ihres Schicksals zuwenden.

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe

 

Monatsinformation Januar 2017

Liebe Russenkinder und Freunde,

über die Einstellung der Auskünfte des Militärarchivs in Podolsk für unsere Anfragen haben wir informiert. Darauf gab es eine große Resonanz. Wir haben uns sehr darüber gefreut, zeigt es doch, dass wir in unserer Arbeit richtig liegen. Vom einfachen Dank, worüber wir uns ebenso freuen, bis zu ausführlicheren Mails, in denen wir ermutigt und aufgefordert werden, sie fortzuführen.

Die westliche Welt bescheinigt des Öfteren Russland einen einseitigen Umgang mit Zivilgesellschaften. Wir als Russenkinderverein sind Teil der Zivilgesellschaft und haben es aus der Antwort vom Verteidigungsministerium, ebenso aus dem Anschreiben der russischen Botschaft in Berlin zur Weiterleitung an uns, nun selbst erfahren müssen, wir werden als Verein nicht wahrgenommen.

Aber auch die Deutschen haben ihre Probleme mit uns. Siehe „Wichtige 1. Mitteilung Januar 2017“. Dazu noch - wissenschaftliche Einrichtungen in Westdeutschland ignorieren uns ebenso wie die internationale Vereinigung der Kriegskindervereine BOWin. Und das betrifft nicht nur uns, sondern unseren Partnerverein „Österreich findet Euch“ in Wien ebenfalls. Da existieren Defizite im wissenschaftlichen, menschlichen und demokratischen Denken und Handeln.

Das neue Jahr brachte uns zwei Anfragen, einmal vom RBB Berlin, der in eine Geschichtssendung Russenkinder aus der Region einbringen möchte. Die zweite kam aus London für eine Bachelorarbeit. Bitte denkt über eine Teilnahme nach! Es wurde gesondert informiert.

Wir möchten einmal unser Vorgehen bei solchen Anfragen schildern. Aber zunächst möchten wir denjenigen danken, die unsere Arbeit würdigen, die uns helfen, unser Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und uns in solchen Fällen weiterempfehlen. Herzlichen Dank dafür!

Wir leben im 21. Jahrhundert. Wenn heute jemand eine Frage zu Russenkindern hat, schreibt er das Wort in seine Suchmaschine und bekommt die entsprechenden Webseiten aufgelistet. An erster Stelle stehen gewöhnlich wir – www.russenkinder.de. Selbstverständlich werden die folgenden Webseiten ebenfalls zur Kenntnis genommen. Und wenn nun eine Kontaktaufnahme erfolgt, erzählen wir über unsere Arbeit, über die Inhalte auf der Webseite und was sonst noch so interessiert. Wir erzählen, dass Anfragen nach Schicksalen in eine große Runde gegeben werden. An die Distelblüten ebenfalls? Selbstverständlich. Das sind Russenkinder. Auf unserer Vereinsseite schreiben wir, was ebenfalls inunserer Satzung verankert ist, dass wir für alle Russenkinder da sind.

Und wie arbeiten Sie zusammen? Das ist eine Einbahnstraße. Wir bekommen von denen keinerlei Informationen.

Wir sprechen die obigen zwei Punkte deshalb einmal an, weil diese Fragen immer wieder gestellt werden. Vielleicht denken die Verantwortlichen einmal darüber nach.

 

Herzlichen Gruß

Anatoly Rothe